Über mich

Ich heiße Martina McQueen, bin Diplom Oecotrophologin, zertifizierte Ernährungsberaterin/DGE* und FODMAP-Spezialistin.

 

Mit meinem wissenschaftlichen Hintergrund und meiner persönlichen Erfahrung als Reizdarm- und SIBO-Patientin helfe ich Ihnen, sich wieder wohl zu fühlen.

Ich nehme mir Zeit für Sie, höre Ihnen zu und kann Ihre Symptome und die tägliche Belastung nachvollziehen. Und weil jeder Patient anders ist, ist meine Beratung am Einzelfall ausgerichtet und beinhaltet ganz spezifische Empfehlungen.

 

Auch bei SIBO gibt es nicht das „eine“ Protokoll, dass allen Patienten gerecht wird. Zu berücksichtigende Parameter sind u.a. SIBO-Lokalisation und Schwere, ob/wie lange SIBO/RDS schon therapiert wird und womit, mit welchem Erfolg und wie lange er angehalten hat, der allgemeine Gesundheitszustand (z.B. Begleiterkrankungen, Über- oder Untergewicht, Malassimilation…) und nicht zuletzt die SIBO-Ursache.

 

Mit Ihrem Einverständnis tausche ich mich gern mit Ihrem Arzt aus – denn im Dreierteam erreichen wir mehr!

Mein Beratungsansatz ist evidenzbasiert; ich vertraue aber auch dem sprichwörtlichen Bauchgefühl der Patienten.

 

Sie erreichen mich unter 0176 52020 181

Ich biete außerdem FODMAP-arme Rezept- und Produktentwicklung an.

Wenn es auch hierzulande zertifizierte FODMAP-arme Produkte gäbe, wäre sehr vielen Menschen geholfen! Denn meist ist es noch unmöglich, unterwegs oder im Berufsalltag FODMAP-arm zu essen... In Großbritannien, Australien, USA und Kanada ist das entsprechende Produkt- und Speiseangebot inzwischen beachtlich!

Meine Bauch-Geschichte...

„Bauchprobleme“ habe ich seit meiner Kindheit, wurde aber erst vor 10 Jahren mit dem Reizdarmsyndrom (RDS) diagnostiziert. Seither musste ich immer mehr Lebensmittel weglassen, weil meine Beschwerden stetig zunahmen...

 

Etliche Ärzte untersuchten mich gründlich, von Blutanalysen bis zu Magen- und Darmspiegelungen, schlugen Pro- und Präbiotika vor sowie mehr Ballaststoffe und sogar Psychotherapie (RDS wird leider oft noch als psychisch bedingt gesehen). Die Symptome haben manchmal eine Zeitlang nachgelassen, kamen aber immer wieder zurück, und ich konnte nie Ursache und Wirkung für meine ernährungsbedingten Schmerzen und Begleitsymptome herausfinden. Mir wurde immer nur RDS bestätigt, aber wenig oder gar keine Hilfe angeboten, wie man es wirklich in den Griff bekommt. Ich hatte das Gefühl, dass niemand - weder Ärzte noch Familie - die alltägliche Belastung nachvollziehen konnte.

 

Seit Langem schon ließ ich beim Kochen und Backen bestimmte Zutaten weg oder tauschte sie gegen andere aus, weil sie mir nicht gut bekamen. Das Ganze war eher gefühlsmäßig und keinen präzisen Regeln unterworfen. Ich hatte bei meinen Unverträglichkeitstests nur auf Fruktose positiv reagiert und mich anschließend entsprechend fruktosearm ernährt. Dies hatte meine Beschwerden aber nur minimal gebessert.

 

Und weil Fruktose allein offensichtlich nicht des Rätsels Lösung war, hatte ich nach und nach histaminarm versucht, laktosefrei, ganz ohne Milchprodukte, glutenfrei, zuckerfrei, ballaststoffreich und nebenbei Prä- und Probiotika gefuttert... Aber: Es blieb dabei, dass ich ständig mit einer Wampe wie im 8. Monat schwanger herumlief, oft Bauchschmerzen hatte, schlecht schlief, unregelmäßigen Stuhlgang hatte, immer erschöpft war und immer häufiger Migräne bekam.

 

Dann kam noch dazu, dass ich nach manchem Essen urplötzlich todmüde wurde und kaum die Augen offenhalten konnte. Außerdem konnte ich mich kaum konzentrieren und fühlte mich wie benebelt. Antriebslosigkeit und körperliche Schwäche machten jeglichen Sport unmöglich. Weil ich wusste, dass all dies durchs Essen ausgelöst wurde, aber ich die spezifischen Lebensmittel-Übeltäter nicht definieren konnte, schränkte ich meine Ernährung immer mehr ein.

 

Zuletzt habe ich so viel weggelassen, dass das Essen keinen Spaß mehr machte. Einladungen annehmen oder Essengehen war schon länger nicht mehr möglich, denn mittlerweile war meine Lebensmittel-Ausschlussliste so lang geworden, dass es einfacher war, dann doch lieber zuhause zu bleiben... 

Als meine Reizdarmbeschwerden vor zwei Jahren immer unerträglicher wurden und ich nicht mehr wusste, was ich überhaupt noch essen konnte, war das FODMAP-Konzept quasi mein letzter Strohhalm – ich hatte zwar schon Jahre vorher davon gehört, aber es damals zu kompliziert gefunden. Und jetzt gab es endlich mal Aufwind: Nach all den vorigen erfolglosen Maßnahmen, Medikamenten und Behandlungen war ich durch das FODMAP-Konzept erstmalig symptomfrei!

 

Dies währte allerdings nur ganze zwei Wochen - also musste es noch einen anderen Störfaktor geben, und nach intensiver Recherche kam ich im Herbst 2016 letztlich selbst zu dem Schluss, dass ich wahrscheinlich Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) hatte. Entsprechende Atemtests (Glukose und Laktulose) fielen tatsächlich positiv aus. Zu guter Letzt hatte ich nun einen konkreteren Befund und konnte etwas unternehmen!

 

Weil ich aber keinen Arzt mit SIBO-Expertise finden konnte, musste ich mir meinen eigenen Behandlungsplan erarbeiten. Es lief nicht ganz so geradlinig wie erhofft (aus meiner Erfahrung empfehle ich eine SIBO-Therapie ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht), aber dann nach 4 Therapierunden hatte ich es geschafft, und sowohl der Glukose- als auch Laktulose-Atemtest waren negativ!

 

Ich muss weiterhin darauf achten, was ich esse und mich wirklich gut um mich kümmern. Aber es geht mir immer besser, und ich kann mein Leben endlich wieder genießen! Schritt für Schritt kann ich auch wieder mehr Lebensmittel in meinen Speiseplan einbauen, und meine Langfrist-Strategie des Mikrobiomaufbaus zeigt erste Erfolge. Das klappt aber nicht nur deshalb, weil meine SIBO-Therapie erfolgreich war, sondern auch, weil ich weiß, wodurch SIBO bei mir (höchstwahrscheinlich) ausgelöst wurde und weil ich diese Ursachen weitestgehend ausschalten kann.

* Der Begriff Ernährungsberater ist in Deutschland leider nicht gesetzlich geschützt. Im Prinzip kann sich jeder „Ernährungsberater“ nennen. Oft sind seriöse Angebote kaum von unseriösen zu unterscheiden, weil die jeweilige fachliche Qualifikation nicht transparent und/oder ausreichend ist. Dagegen ist die Bezeichnung „Ernährungsberaterin/DGE“ eine Zusatzqualifikation durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die ausschließlich mit anerkannten Berufs- oder Studienabschlüssen im Bereich Ernährung erlangt werden kann. Hierfür sind mehrere Prüfungen und eine umfangreiche Facharbeit erfolgreich abzulegen. Diese Qualifikation ermöglicht Ihnen, meine Leistungen von den Krankenkassen bezuschussen zu lassen.