Über mich

Ich heiße Martina McQueen, bin Diplom Oecotrophologin, zertifizierte Ernährungsberaterin/DGE* und SIBO- sowie FODMAP-Spezialistin.

 

Mit meinem wissenschaftlichen Hintergrund und meiner persönlichen Erfahrung als Reizdarm- und SIBO-Patientin helfe ich Ihnen, sich wieder wohlzufühlen.

Ich nehme mir Zeit für Sie, höre Ihnen zu und kann Ihre Symptome und die tägliche Belastung nachvollziehen. Und weil jeder Patient anders ist, ist meine Beratung am Einzelfall ausgerichtet und beinhaltet ganz spezifische Empfehlungen.

 

Auch bei SIBO gibt es nicht das „eine“ Protokoll, dass allen Patienten gerecht wird. Zu berücksichtigende Parameter sind u.a. SIBO-Lokalisation und Schwere, ob/wie lange SIBO/Reizdarm schon therapiert wird und womit, mit welchem Erfolg und wie lange er angehalten hat, der allgemeine Gesundheitszustand (z.B. Begleiterkrankungen, Über- oder Untergewicht, Malassimilation…) und nicht zuletzt die SIBO-Ursache.

 

Mit Ihrem Einverständnis tausche ich mich gern mit Ihrem Arzt aus – denn zusammen erreichen wir mehr!

Mein Beratungsansatz ist evidenzbasiert; ich vertraue aber auch dem sprichwörtlichen Bauchgefühl der Patienten.

 

Ich biete außerdem FODMAP-arme Rezept- und Produktentwicklung an.

Wenn es auch hierzulande zertifizierte FODMAP-arme Produkte gäbe, wäre sehr vielen Menschen geholfen! Denn meist ist es noch unmöglich, unterwegs oder im Berufsalltag FODMAP-arm zu essen... In Großbritannien, Australien, USA und Kanada ist das entsprechende Produkt- und Speiseangebot inzwischen beachtlich!

Meine Bauch-Geschichte...

„Bauchprobleme“ habe ich seit meiner Kindheit, wurde aber erst 2007 mit dem Reizdarmsyndrom diagnostiziert. Seither musste ich immer mehr Lebensmittel weglassen, weil meine Beschwerden stetig zunahmen...

 

Etliche Ärzte untersuchten mich gründlich, von Blutanalysen bis zu Magen- und Darmspiegelungen, schlugen Produkte mit Pro- und Präbiotika vor sowie mehr Ballaststoffe und sogar Psychotherapie (Reizdarm wird leider oft noch als psychisch bedingt gesehen). Die Symptome haben manchmal eine Zeitlang nachgelassen, kamen aber immer wieder zurück, und ich konnte nie Ursache und Wirkung für meine ernährungsbedingten Schmerzen und Begleitsymptome herausfinden. Mir wurde immer nur Reizdarm bestätigt, aber wenig oder gar keine Hilfe angeboten, wie man es wirklich in den Griff bekommt. Niemand - weder Ärzte noch Familie - konnte die alltägliche Belastung auch nur annähernd nachvollziehen.

 

Seit Langem schon ließ ich beim Kochen und Backen bestimmte Zutaten weg oder tauschte sie gegen andere aus, weil sie mir nicht gut bekamen. Das Ganze war eher gefühlsmäßig und keinen präzisen Regeln unterworfen. Ich hatte bei meinen Unverträglichkeitstests nur auf Fruktose positiv reagiert und mich anschließend entsprechend fruktosearm ernährt. Dies hatte meine Beschwerden aber nur minimal gebessert.

 

Und weil Fruktose allein offensichtlich nicht des Rätsels Lösung war, hatte ich nach und nach histaminarm versucht, laktosefrei, ganz ohne Milchprodukte, glutenfrei, zuckerfrei, ballaststoffreich und nebenbei Prä- und Probiotika gefuttert... Aber: Es blieb dabei, dass ich ständig mit einer Wampe wie im 8. Monat schwanger herumlief, oft Bauchschmerzen hatte, schlecht schlief, unregelmäßigen Stuhlgang hatte, immer erschöpft war und immer häufiger Migräne bekam.

 

Dann kam noch dazu, dass ich nach manchem Essen urplötzlich todmüde wurde und kaum die Augen offenhalten konnte. Außerdem konnte ich mich nicht konzentrieren und fühlte mich wie benebelt. Antriebslosigkeit und körperliche Schwäche machten jeglichen Sport unmöglich. Weil ich wusste, dass all dies durchs Essen ausgelöst wurde, aber ich die spezifischen Lebensmittel-Übeltäter nicht definieren konnte, schränkte ich meine Ernährung immer mehr ein.

 

Zuletzt habe ich so viel weggelassen, dass das Essen keinen Spaß mehr machte. Einladungen annehmen oder Essengehen war schon länger nicht mehr möglich, denn mittlerweile war meine Lebensmittel-Ausschlussliste so lang geworden, dass es einfacher war, dann doch lieber zuhause zu bleiben... 

Als meine Reizdarmbeschwerden vor ein paar Jahren immer unerträglicher wurden und ich nicht mehr wusste, was ich überhaupt noch essen konnte, war das FODMAP-Konzept quasi mein letzter Strohhalm – ich hatte zwar schon Jahre vorher davon gehört, aber es damals zu kompliziert gefunden. Und jetzt gab es endlich mal Aufwind: Nach all den vorigen erfolglosen Maßnahmen, Medikamenten und Behandlungen war ich durch das FODMAP-Konzept erstmalig symptomfrei!

 

Dies währte allerdings nur ganze zwei Wochen - also musste es noch einen anderen Störfaktor geben, und nach intensiver Recherche kam ich im Herbst 2016 letztlich selbst zu dem Schluss, dass ich wahrscheinlich Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) hatte. Entsprechende Atemtests (Glukose und Laktulose) fielen tatsächlich positiv aus. Zu guter Letzt hatte ich nun einen konkreteren Befund und konnte etwas unternehmen!

 

Weil ich aber keinen Arzt mit SIBO-Expertise finden konnte, musste ich mir meinen eigenen Behandlungsplan erarbeiten, der zu Beginn u.a. Dr. Siebeckers SIBO-Diät beinhaltete. Es lief nicht ganz so geradlinig wie erhofft, und ich verlor rasch zu viel Gewicht, leider hauptsächlich Muskeln. Ich bin immer noch dabei, sie wieder aufzubauen, aber jenseits von 50 Jahren klappt das nur sehr schleppend; natürlich auch, weil SIBO schlaucht und oft keine Kraft für Sport bleibt. Mein Gesicht ist durch die SIBO-Diät leider ebenfalls dünner geworden, und DAS rückgängig zu machen, ist nahezu aussichtslos :-(

Um solche Blessuren und andere Nebenwirkungen zu vermeiden, empfehle ich eine SIBO-Diät nur in wenigen Ausnahmefällen und unter ärztlicher Aufsicht.

Aber dann nach 5 Therapierunden hatte ich es geschafft, und sowohl der Glukose- als auch Laktulose-Atemtest waren negativ!

 

Das war jedoch nur der "erste Streich", und der zweite folgte kurz darauf:

Ich nahm also an, nicht mehr SIBO zu haben und begann mit der vorsichtigen Wiedereinführung von zuvor weggelassenen Lebensmitteln. Es klappte hervorragend - sogar 4 gebratene Zwiebelringe (!) auf Kartoffelbrei funktionierten prima - und mir ging es so klasse, wie seit vielen, vielen Jahren nicht: voller Kraft und Energie, erholsamer Schlaf, super Stimmung, Blähbauch weg (richtig flach) - kurzum: so wie es sein soll, wunderbar!

Dann bemerkte ich hier und da ein Grummeln im Bauch; es wurde langsam stärker und entsprechende Mengen an "Wind" gesellten sich dazu. Ich nahm zunächst an, es handele sich um völlig natürliche und erwartbare Nebeneffekte des Mikrobiom-Aufbaus. Aber nach ein paar Wochen wurde aus dem Grummeln ein Rumoren, der Bauch wurde wieder etwas dicker, und mir schwante Übles: ein Atemtest bestätigte dann SIBO in voller Blüte!

Aber warum??

 

Ich hatte damals zwar sowohl einen Glukose- als auch einen Laktulosetest gemacht, es wurde aber nur Hydrogen gemessen, kein Methan. Das war da noch nicht üblich, und ich war froh, überhaupt einen 3-stündigen Atemtest mit Laktulose machen zu können, ohne monatelang auf einen Termin dafür warten zu müssen (es gab zu der Zeit noch keine Tests für Zuhause, die man selbst beauftragen konnte; man war immer auf Praxen oder Kliniken angewiesen).

Also kannte ich nur meine Hydrogenwerte, die zwar sehr erfreulich waren, wusste aber nichts von vermutlich noch positivem Methan im Hintergund, das dann infolge meiner unbeabsichtigten Fütterung wunderbar gedeihen konnte und mir einen heftigen SIBO-Rückfall bescherte...

 

Seitdem habe ich zwischendurch Hydrogen immer mal wieder negativ gemessen :-)) aber Methan nur grenzwertig runterdrücken können, sodass ich - zumindest nach den harten "Siebecker-Kriterien" - trotz 90%iger Symptomverbesserung noch leicht methanpositiv bin. Ich scheine zu den 2/3 der SIBO-Patienten zu gehören, die einen chronischen Verlauf haben, und werde womöglich erst dann Methan dauerhaft unter die 3-5ppm-Schwelle bekommen, wenn mein MMC (Migrierender Motorischer Komplex) wieder einigermaßen funktioniert. Denn als einen der Hauptgründe für SIBO vermute ich bei mir eine Schädigung der Cajal-Zellen* infolge bakterieller Darminfektionen - davon hatte ich mehr als genug, v.a. während meiner Jahre im Ausland.

       *(auch Schrittmacherzellen oder ICC genannt für Interstitial Cells of Cajal; sind fürs Auslösen des MMC wichtig)

 

Ich bin also noch nicht SIBO-clear (und werde es vielleicht auch nie), bekomme aber mittlerweile das Aufblühen von SIBO und die Symptome rasch in den Griff. Meine Lebensqualität ist um ein Vielfaches höher, als zu Beginn meiner SIBO-Odyssee, und ich freue mich jeden Tag über die Menge an Lebensmitteln, die ohne Leiden wieder möglich ist!

Natürlich muss ich weiterhin darauf achten, was ich esse und mich wirklich gut um mich kümmern. Auch sind regelmäßige Atemtests wichtig und dass ich weiter nach der möglichen Ursache forsche...

Aber ich kann trotz chronischem SIBO mein Leben endlich wieder genießen! Schritt für Schritt baue ich weiter meinen Speiseplan aus, und meine Langfrist-Strategie des Mikrobiomaufbaus zeigt erste Erfolge.

Ein praktischer Nebeneffekt des Ganzen ist, dass meine Patient/innen von meiner zwar nicht freiwillligen, dafür aber äußerst umfangreichen SIBO-Erfahrung profitieren :-)

 

Last but not least hoffe ich, dass sich endlich die Krankenkassen an den immensen Krankheitsausgaben der SIBO-Patient/innen beteiligen. Zumindest sollte wenigstens Rifaximin (Xifaxan) - wie in Österreich schon seit Jahren - für diese Indikation verschreibungsfähig sein! Aktuell muss man dafür ein Off-Label-Rezept besorgen (was schon schwierig genug ist) und dann knappe 430 € aus eigener Tasche berappen! Wenn es nur um 1 Behandlungsrunde ginge, wäre alles nicht so wild, aber i.d.R. sind es 4-7 Runden (wenn man nicht zu den chronisch SIBO-Betroffenen zählt, die auch nach 7 Runden noch weiterbehandeln müssen...). Zwar werden nicht alle Runden immer mit Rifaximin bestritten, aber immer mit antimikrobiellen Mitteln plus weiteren Therapeutika.

Dazu kommen Ausgaben für die begleitenden Atemtests und für ergänzende Diagnostik bzgl. Ursachenermittlung.

Es sind immense Kosten, die insgesamt für Diagnostik und Therapie anfallen! Ich habe mittlerweile den Gegenwert eines Mittelklasse-Pkws in meine Gesundwerdung investiert...

 

Viele Betroffene können sich weder Beratung, noch Diagnostik oder Therapie leisten und sehen als einzige Option lediglich die weitere Reduktion ihrer Lebensmittelpalette, damit sie einigermaßen funktionsfähig sind. Dies betrifft nahezu ausschließlich Kohlenhydrate (Gemüse, Getreide, Früchte), weil sie symptomerzeugend sind.

Dass mit den reduzierten Kohlenhydraten zugleich essenzielle Nahrung für das ohnehin beeinträchtigte Darmmikrobiom stark eingeschränkt wird, hat als Konsequenz weitreichende Einflüsse auf den gesamten Körper. Denn das Darmmikrobiom beeinflusst nicht nur die Hautgesundheit, die Blutbildung, moduliert Lungenreaktionen und ist daran beteiligt, welche Gefühle wir haben und wie wir damit umgehen - sondern zahlreiche Studien belegen auch den Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom und Krankheiten wie Diabetes, Asthma, Depressionen, Rheuma, Alzheimer, Autismus, Harnwegsinfektionen, Psoriasis und vielen weiteren Erkrankungen (s.u. eine aktuelle Studie zu Harnwegsinfektionen/UTIs).

 

Bedauerlich ist, in welchem Ausmaß das Gesundheitssystem bereitwillig teure Medikamente für chronische Krankheiten (wie die zuvor genannten) erstattet, sich aber in puncto Diagnostik, Vorbeugung und Korrektur von Darmmikrobiom-Dysbiosen finanziell nicht beteiligt! Obwohl damit die Entstehung und Manifestierung von vielen chronischen Krankheiten verhindert werden könnte...

 

Alle Krankheiten beginnen im Darm.

Hippokrates

 

 

 

Studie zu Harnwegsinfektionen/UTIs (05/22):

Longitudinal multi-omics analyses link gut microbiome dysbiosis with recurrent urinary tract infections in women

* Der Begriff Ernährungsberater ist in Deutschland leider nicht gesetzlich geschützt. Im Prinzip kann sich jeder „Ernährungsberater“ nennen. Oft sind seriöse Angebote kaum von unseriösen zu unterscheiden, weil die jeweilige fachliche Qualifikation nicht transparent und/oder ausreichend ist. Dagegen ist die Bezeichnung „Ernährungsberaterin/DGE“ eine Zusatzqualifikation durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die ausschließlich mit anerkannten Berufs- oder Studienabschlüssen im Bereich Ernährung erlangt werden kann. Hierfür sind mehrere Prüfungen und eine umfangreiche Facharbeit erfolgreich abzulegen. Diese Qualifikation ermöglicht Ihnen, meine Leistungen von den Krankenkassen bezuschussen zu lassen.