SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung)

Was ist SIBO?

Eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms, auch SIBO1 genannt – und die häufigste Ursache2 des Reizdarmsyndroms (RDS).

 

Mehr als die Hälfte der Reizdarm-Patienten kommt also nicht weiter, wenn SIBO nicht behandelt wird. Mit dieser recht jungen Erkenntnis, dass es eine physische Ursache für RDS gibt, ist dies nun eine potenziell behandelbare Krankheit – und kein „psychisch bedingtes“ Leiden mehr ohne bekannte Ursache, das nur symptomatisch behandelt werden kann.

SIBO ist eine der am meisten übersehenen und unterdiagnostizierten Erkrankungen. Millionen von Menschen leiden jahrelang im Stillen, während die Auswirkungen auf Verdauung und Immunsystem verheerend sind. Sie sind ständig erschöpft, haben dauernd Schmerzen und Schlafstörungen sowie Angst vor Essen und sozialen Situationen (Ausgehen, öffentliche Plätze, Reisen, Arbeitsplatz etc.).

 

SIBO ist physisch, emotional und mental extrem belastend.

Viele RDS-Patienten, die zum ersten Mal von SIBO hören und bei denen herkömmliche Therapie-Empfehlungen nicht zu funktionieren scheinen (Pro-/Präbiotika, mehr Ballaststoffe, Vollwertkost, etc.), haben ein Aha-Erlebnis: Könnte SIBO vielleicht die Ursache sein für meine Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfung und/oder Durchfall, das Aufstoßen und Sodbrennen?

Wenn dann zusätzlich das FODMAP-Konzept keine signifikante Symptomverbesserung bewirkt, liegt die Überlegung nahe, dass SIBO dahinterstecken könnte.

 

Hier ist ein kurzes Video, das einen guten Überblick bietet: Video ansehen (YouTube, 4,5 Min., auf Englisch)

Was passiert bei SIBO im Körper?

Kurz gesagt, es sind zu viele Bakterien am falschen Platz: im Dünndarm, wo sie Schaden anrichten.

Normalerweise ist der Dünndarm nur mäßig mit Bakterien besiedelt und gilt als keimarm. Der sich dem Dünndarm anschließende Dickdarm dagegen ist mit sehr vielen und völlig anderen Bakterien besiedelt. Damit diese beiden unterschiedlichen Bereiche auch schön getrennt sind, gibt es eine Klappe dazwischen, die Ileozökalklappe. Sie ist wie ein Tor zwischen Dünn- und Dickdarm, das sich aber nur in eine Richtung, und zwar Richtung Dickdarm, öffnet und so verhindert, dass Bakterien vom Dickdarm zurück in den bakterienarmen Dünndarm gelangen.

 

Bei SIBO tummeln sich im Dünndarm leider viele solcher Bakterien, die nur im Dickdarm sehr nützlich sind und Gutes bewirken – im Dünndarm jedoch schädlich sind. Sie sind aus verschiedenen Gründen vom Dickdarm durch die eigentlich für sie verschlossene Ileozökalklappe zurückgewandert in den Dünndarm (s. Abb.). Hier ernähren sie sich nun von der noch nicht resorbierten Nahrung, fermentieren die Kohlenhydrate und produzieren Gas. Die Folgen sind u.a. ein schmerzender Blähbauch, heftiges Aufstoßen, Übelkeit, Durchfall und/oder Verstopfung.

 

Weitere vermutete Ursachen für die hohe Bakterienanzahl im Dünndarm sind z.B. ein ungenügend arbeitender Motorischer Komplex, ein zu geringer Magensäurespiegel oder auch Grunderkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn, Diabetes Mellitus etc.

Der unerwünschte Rückfluss von Darmbakterien

in den Dünndarm

 

Wenn diese Bakterien dort
Kohlenhydrate verdauen, entsteht eine Menge Gas

 


Die häufigsten Symptome

  • aufgetriebener Bauch
  • Schmerzen
  • veränderte Stuhlfrequenz und/oder -beschaffenheit (Verstopfung, Durchfall oder beides)
  • Aufstoßen
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Sodbrennen

Wie geht es weiter?

Leider ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ärzte nicht auf SIBO untersuchen, denn die meisten medizinischen Fakultäten lehren nicht in diesem Bereich. Und parallel zu ihrem Praxisalltag und regulären Fortbildungen haben viele Ärzte wenig Zeit, mit den neuesten Informationen speziell auf diesem Gebiet Schritt zu halten.


Patienten, die schon von SIBO gehört haben und auf „Fährte“ sind, finden zwar meist eine Arztpraxis, die die nötigen Tests durchführt, aber keinen Arzt, der SIBO-erfahren ist und sie medizinisch betreuen würde. Sie beginnen dann, im Internet nach Hilfe zu suchen und wissen oft nicht weiter vor lauter widersprüchlichen, veralteten oder sogar falschen Informationen. Meist nehmen sie irgendwann aus Verzweiflung Supplemente, zu denen es mehr oder weniger erfolgreiche Berichte gibt, damit sie wenigstens irgendetwas unternehmen...

Aber was beim Einen hilft, mag beim Nächsten sogar zu zusätzlichen Beschwerden führen – jeder Patient ist anders, und besonders bei SIBO ist die Individualität sehr ausgeprägt. Es gibt nicht den EINEN richtigen Weg; stattdessen weitreichende Symptome, Ursachen und Reaktionen auf Medikamente und Ernährung. Das kann außerordentlich frustrierend sein, sowohl für den Arzt, als auch für den Patienten. Eine rasche Heilung ist zwar manchmal möglich, in der Regel aber gleicht der Prozess eher einer sehr kurvenreichen Straße mit einigen Schlaglöchern... Umso wichtiger ist es, den richtigen Arzt und eine erfahrene Ernährungsfachkraft zu finden.

 

Aber der Reihe nach:

Wie wird SIBO diagnostiziert?

Der derzeit bevorzugte Diagnosenachweis erfolgt über eine endoskopisch gewonnene Probe von Flüssigkeit aus dem Dünndarm (Jejunumaspirat). Da dies jedoch eine recht aufwändige und für den Patienten unangenehme Methode ist, werden in der Regel Atemtests zur indirekten Diagnose eingesetzt. Es ist dasselbe Prinzip wie bei den Atemtests bei Verdacht auf Laktose- oder Fruktoseintoleranz: Man trinkt eine Flüssigkeit und misst in regelmäßigen Abständen die Konzentration von Wasserstoff in der Ausatemluft. Als Testsubstanz wird hier Glukose und/oder Laktulose (nicht Laktose) eingesetzt.

Die Vorbereitung für den Test variiert von Arzt zu Arzt. Eine typische Vortagsdiät beschränkt sich auf Fisch, Geflügel, Fleisch, Eier, Hartkäse, klare Rindfleisch- oder Hühnerbrühe (keine Knochenbrühe oder Bouillon), Öl, Salz und Pfeffer sowie ggf. weißen Reis (nur wenn bekannt ist, dass er keine Symptome erzeugt). Außerdem müssen bestimmte Medikamente längere Zeit vor dem Test abgesetzt werden.

 

Glukose-Atemtest

Glukose wird vom Menschen im oberen Teil des Dünndarms verstoffwechselt, kann aber auch von Bakterien verdaut werden, die dabei Hydrogen produzieren. Wenn der Glukose-Atemtest den Hydrogenspiegel ansteigen lässt, bedeutet dies, dass im oberen Teil des Dünndarms Bakterien sind, die uns die Glukose vor dem eigenen Verdauen „wegschnappen“. Ein solches Testergebnis ist sehr zuverlässig, hat aber den Nachteil, dass es nichts darüber aussagt, ob SIBO auch im unteren Teil des Dünndarms ist, was beim Verstopfungstyp sehr wahrscheinlich ist.

Laktulose-Atemtest

Menschen können Laktulose nicht verdauen - nur die Bakterien im Darm tun dies und produzieren dabei Gas (Hydrogen, Methan). Der Vorteil dieses Tests besteht darin, dass er ein bakterielles Wachstum im mittleren und unteren Teil des Dünndarms diagnostizieren kann. Es wird angenommen wird, dass dies häufiger vorkommt.

 


Sowohl beim Glukose- als auch beim Laktulosetest gilt das Testergebnis als positiv, wenn der Hydrogenwert innerhalb von 90 Minuten ≥20 ppm über dem Ausgangswert liegt.

 

Wenn der Glukosetest negativ ist, ist zusätzlich ein Laktulose-Test erforderlich, um auf SIBO im mittleren und unteren Dünndarmabschnitt zu testen.

 

Die Interpretation des Testergebnisses kann stark variieren. Es gibt derzeit (noch) keinen offiziell verabschiedeten Standard hierfür, jedoch hat man sich 2017 im Rahmen der nordamerikanischen Konsensus-Konferenz auf die wesentlichen Kriterien zur Testmethodik und Interpretation der Ergebnisse geeinigt (s. PDF am Ende dieser Seite). Unter anderem heißt es dort auch, dass Atemtests nützlich sind bei Kohlenhydratverdauungsstörungen, Verstopfung und Blähungen, nicht aber bei der Beurteilung der Darmpassagezeit.

SIBO-Behandlung

SIBO sollte nicht selbst behandelt werden, sondern ausschließlich zusammen mit einem SIBO-erfahrenen Arzt. Es gibt mehrere Optionen von chemisch-synthetischen Antibiotika über pflanzliche Antibiotika bis hin zur Formeldiät je nachdem, was Sie und Ihr Arzt gemeinsam für die beste Vorgehensweise halten.

 

International führende SIBO-Ärzte wie Dr. Pimentel und Dr. Siebecker aus den USA empfehlen ein mehrphasiges Vorgehen aus chemisch-synthetischen und/oder pflanzlichen Antibiotika in Kombination mit einer speziellen bakterienreduzierenden Diät, die ermöglicht, die Darmschleimhaut zu heilen und Verdauungssymptome zu verringern3, sowie ggf. Biofilm-Unterbrecher 4,5 und anschließende Maßnahmen zur Vorbeugung von Rückfällen (Prokinetikum, ausreichender Mahlzeitenabstand etc.). Anstelle der Antibiotika plus Begleitdiät kann auch eine Formeldiät eingesetzt werden.

Dieser evidenzbasierte und methodische Ansatz hat nicht nur eine hohe Erfolgsrate in der Behandlung von SIBO gezeigt, sondern auch in der Vermeidung erneuter SIBO-Symptome (s. Dr. Siebeckers Behandlungsschema als PFD am Ende dieser Seite).


Dennoch gibt es leider hohe Rückfallraten. SIBO-Patienten können innerhalb von ein paar Monaten, zwei Wochen oder auch drei Tagen erneut Symptome bekommen. Denn da SIBO eine sekundäre Krankheit ist, bleibt die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls hoch, solange das zugrunde liegende Problem nicht angegangen und gut kontrolliert wird.

 

Es gibt derzeit noch mehr Fragen als Antworten zu SIBO und Zusammenhänge, die erst noch erforscht werden müssen, bevor es international verabschiedete Diagnose- und Behandlungsempfehlungen gibt. Die Therapieansätze werden daher schon in wenigen Jahren anders aussehen als die heutigen.

 

 

CHEMISCH-SYNTHETISCHE ANTIBIOTIKA

 

Das Zuviel an Bakterien mit einem Antibiotikum zu behandeln, scheint einleuchtend. Und obwohl sie integraler Teil der Behandlungsplans sein können, helfen sie selten langfristig, da sie die zugrundeliegende Primärerkrankung nicht angehen, aufgrund derer sich die Bakterien so stark vermehren konnten bzw. die sie verursacht haben.

 

In den USA werden bei SIBO hauptsächlich Rifaximin (Xifaxan) und Neomycin (bei Methan-dominantem SIBO) verordnet, gelegentlich auch Metronidazol. Die Behandlungsdauer für diese Antibiotika ist meist 10-14 Tage.

 

In Deutschland ist Rifaximin nur für Reisedurchfall zugelassen. Neomycin gilt als relativ toxisch (kann v.a. bei längerer Anwendung Gehör und Nieren schädigen) und ist hier nur zur lokalen Anwendung zugelassen. Einige Ärzte verschreiben Rifaximin off-label (außerhalb der genehmigten Anwendungsgebiete); die Kosten hierfür sind privat zu tragen.

 

 

PFLANZLICHE ANTIBIOTIKA

 

Eine Studie konnte belegen, dass sie mindestens ebenso wirksam sind, wie chemisch-synthetische Antibiotika (z.B. Rifaximin)6. Die Auswahl der pflanzlichen Antibiotika richtet sich v.a. danach, ob SIBO im oberen und/oder unteren Dünndarmabschnitt vorliegt.

 

Eingesetzt werden z.B. Allicin, Berberin, Oregano oder Neem als Mono- und auch als Kombinationspräparate. Im Vergleich zu chemisch-synthetischen Antibiotika ist die Behandlungsdauer etwa doppelt so lang, ca. 4-6 Wochen.

 

 

FORMELDIÄT (Elemental Diet)

 

Der Einsatz einer zwei- bis dreiwöchigen Formeldiät hat zum Ziel, die Bakterien im Dünndarm auszuhungern. Statt regulärer Mahlzeiten aus fester Nahrung ernährt sich der Patient während dieser Zeit mittels einer Trinknahrung, die bereits im obersten Dünndarmabschnitt aufgenommen wird und aus leicht verdaulichen Aminosäuren, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralien besteht. So bekommt der Körper die notwendigen Nährstoffe, während die Bakterien aufgrund mangelnder Nahrung verhungern.

 

Diese Methode hat eine Erfolgsrate von eindrucksvollen 80% und liegt damit über der von Antibiotika9, ist aber meist nicht die erste Wahl der Behandlung und leider nicht für Alle geeignet, denn

  • Untergewichtige können noch mehr Gewicht verlieren
  • sie erfordert großen Durchhaltewillen (2-3 Wochen nicht essen ist entbehrungsreich!)
  • Formeldiätprodukte sind mit hohen Kosten verbunden
  • sie kann Pilzbefall begünstigen (SIFO, Candida)

Dennoch kann es eine Alternative sein für alle, die keine Antibiotika einnnehmen möchten, aber eine kurze Behandlungsdauer wünschen, oder wenn Antibiotika erfolglos waren. Zu bedenken ist noch, dass es keine Studien darüber gibt, inwieweit die Formeldiät das Mikrobiom im Dickdarm beeinflusst. Auch diese Behandlung sollte nur unter Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden.

 

 

Begleitende Maßnahmen

 

Für eine erfolgreiche SIBO-Antibiotikatherapie empfehlen sich während und/oder anschließend einige dieser zusätzlichen Maßnahmen:

  • Biofilm-Abbau
  • ggf. Sacch. cerevisiae, um frei gewordene Stellen im Darm zu belegen
  • Verdauungsunterstützung durch Multi-Enzympräparate (ohne Bromelain)
  • Prokinetikum zur Unterstützung des MMC
  • Unterstützung/Verbesserung des Mikrobioms durch Präbiotika, die keine Symptome auslösen
  • Unterstützung/Verbesserung des Mikrobioms durch SIBO-geeignete Probiotika
  • Stärkung der Darmbarriere durch Polyphenole (Nahrung der protektiven Bakterien des Mikrobioms)

Hier ist es nicht nur entscheidend, dass hochwertige und qualitätsgesicherte Produkte verwendet werden, deren Wirksamkeit idealerweise durch Studien belegt ist, sondern auch, wann die jeweilige Maßnahme begonnen wird und dass Parameter wie Einnahmezeiten, -abstände und -dauer berücksichtigt werden.

 

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SIBO-Diät

 

Eine spezielle SIBO-Diät wird empfohlen

  • als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Symptomlinderung (wirkt zu 60-100%)
  • zur Rückfallprophylaxe (zusammen mit einem Prokinetikum)
  • zur Heilung der Darmschleimhaut
  • zur generellen Verbesserung der Gesundheit

Sie ist nicht geeignet als Heilmethode bzw. zur Beseitigung der Ursache.

 

Entsprechende diätetische Ansätze fußen auf der Tatsache, dass unsere Darmbakterienpopulation wesentlich durch die Ernährung beeinflusst wird und zielen darauf ab, den Bakterien Nahrung zu entziehen. Sie sind kohlenhydratreduziert und ernähren den Körper, aber hungern die Bakterien aus.

Da alle SIBO-Diäten einen gewissen Anteil Kohlenhydrate haben, können sie Symptome verursachen. Welche kohlenhydrathaltigen Lebensmittel problematisch sind, ist je nach Person verschieden. Daher werden die SIBO-Diäten auch unterschiedlich gut vertragen: Was dem Einen prima bekommt, führt beim Anderen zu heftigen Symptomen...

Die individuell verträgliche Diät lässt sich nur durch systematisches Testen, Beobachten und Anpassen ausfindig machen.

 

Zu den bewährten SIBO-Diäten zählen:

  • SIBO Specific Food Guide (SSFG)  (Dr. Siebecker)
      –SIBO Bi-Phasic Diet (B-PD), eine Abwandlung der SSFG  (Dr. Jacobi)
  • Cedars-Sinai Low Fermentation Diet (C-SD)  (Dr. Pimentel)
  • Fast Tract Diet: IBS (FTD)  (Robillard)

Diese Diäten sollten nur in Begleitung eines Arztes oder einer Ernährungsfachkraft durchgeführt werden, da sie zu teilweise drastischem und (zu) raschem Gewichtsverlust führen können.

 

 

Wenn SIBO überstanden bzw. beseitigt ist, haben viele Menschen immer noch eine geringe Toleranz gegenüber FODMAP-reichen Lebensmitteln und Fermentiertem. Daher ist es meist sinnvoll, sich zunächst überwiegend FODMAP-arm zu ernähren, dann langsam zu steigern auf eine moderate bis hohe FODMAP-Belastung und schließlich auch fermentierte Lebensmittel regelmäßig zu verzehren.

Meine Ernährungsberatung und -therapie wird von Krankenkassen bezuschusst!

Meine SIBO-Expertise

Ich bilde mich ständig weiter, speziell auch im Bereich SIBO – u.a. nehme ich an Online-Seminaren in den USA teil, in denen international führende SIBO-Ärzte (v.a. Pimentel, Siebecker, s.u.) ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Patienten weitergeben. Diese Seminare erfüllen in den USA die Voraussetzung, als Fortbildung für Ärzte anerkannt zu werden (AAFP certification).

Nicht zuletzt habe ich vor allem mit Hilfe von Dr. Siebeckers Behandlungsschema meine eigene SIBO erfolgreich bekämpft. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass sowohl chemisch-synthetische als auch pflanzliche Antibiotika helfen können, und dies u.a. von der Lokalisation (oberer oder unterer Dünndarm) und der Schwere der SIBO abhängt.

 

Auch wenn bei vielen SIBO-Patienten im Laufe der Zeit die Abstände zwischen den Rückfällen länger und die Symptome schwächer werden, muss für einen dauerhaften Behandlungserfolg unbedingt die zugrundeliegende Primärerkrankung behandelt werden.

 

Aus eigener Erfahrung betone ich, dass eine SIBO-Therapie nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen sollte!

Führende Ärzte im Bereich SIBO

 

 

Dr. Mark Pimentel

MD, FRCPC, ist früherer Direktor für Motilität und derzeitiger Direktor des medizinisch-assoziierten Wissenschafts- und Technologieprogramms am Cedar-Sinai Medical Center in Los Angeles, Kalifornien, und weithin angesehen als der führende SIBO-Forscher in den USA.
Er arbeitet an translationalen und klinischen Studien zum RDS und u.a. für das New England Journal of Medicine, Annals of internal Medicine, American Journal of Physiology, American Journal of Medicine, American Journal of Gastroenterology and Digestive Diseases and Sciences.
https://www.cedars-sinai.edu/Research/Research-Labs/Pimentel-Lab/


Einige der wichtigsten Errungenschaften von Dr. Pimentel sind:

  • Entdeckung von SIBO als Ursache von RDS7
  • Entdeckung von Rifaximin zur Behandlung von RDS / SIBO8
  • Formeldiät (Elemental Diet) als Therapie für RDS / SIBO9
  • Entwicklung des ersten Bluttests für RDS nach akuter Gastroenteritis („IBSchek“)10, 11
  • Entdeckung der Gastroenteritis („Magen-Darm-Grippe“) als Ursache von SIBO11, 12
  • Enthüllung des Methanogens (M. smithii) als Verursacher von Verstopfung13
  • Entdeckung der Lovastatin-Anwendung zur Mikrobiombehandlung bei Verstopfung auf Basis der Hemmung der Methanproduktion durch Methanogene14

 

Dr. Allison Siebecker

ND, MSOM, LAc, promovierte in Naturheilkunde und hat einen Master in Oriental Medicine von der National University of Natural Medicine. Sie ist Mitbegründerin und ehemalige medizinische Direktorin des SIBO Centers for Digestive Health an der NUNM Clinic und seit 2010 auf die Behandlung von SIBO spezialisiert. Sie ist Co-Founder und Curriculum Coordinator des SIBO Symposiums 2014-2016 und gibt Weiterbildungskurse für Ärzte. Dr. Siebecker ist einer der gefragtesten SIBO-Experten. Sie ist selbst SIBO-Patientin und Autorin der kostenlosen Bildungsseite www.siboinfo.com.

Sie haben Fragen?


Rufen Sie mich an unter 0176 52020 181 oder senden Sie mir eine Nachricht; ich rufe gern zurück!

Bevor Sie eine SIBO-Diät, FODMAP-reduzierte Ernährung oder andere Therapie in Betracht ziehen, müssen Sie mögliche organische Erkrankungen durch einen Facharzt abklären lassen! Diese Website dient nicht der Eigendiagose und/oder als Anleitung zur Eigentherapie!

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1 Englisches Akronym für Small Intestinal Bacterial Overgrowth

2 Irritable bowel syndrome and small intestinal bacterial overgrowth: Meaningful association or unnecessary hype?

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3949258/
3 How to Test and Treat Small Intestinal Bacterial Overgrowth: an Evidence-Based Approach.

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26780631
4 Biofilm formation of mucosa-associated methanoarchaeal strains.

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4086402/
5 Biofilms: What Have We Learned from the Research?

   http://ndnr.com/gastrointestinal/biofilms-what-have-we-learned-from-the-research/
6 Herbal Therapy Is Equivalent to Rifaximin for the Treatment of Small Intestinal Bacterial Overgrowth

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4030608/

7 Eradication of small intestinal bacterial overgrowth reduces symptoms of irritable bowel syndrome.

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11151884/
8 Review of rifaximin as treatment for SIBO and IBS.

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19243285
9 A 14-day elemental diet is highly effective in normalizing the lactulose breath test.

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14992438
10 Update on Irritable Bowel Syndrome Diagnostics and Therapeutics.

   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4969781/
11 IBSchek™ - The First Clinically Validated Blood Test for Irritable Bowel Syndrome with Predominant Diarrhea (IBS-D) and Mixed Symptoms (IBS-M).

    http://www.commdx.com/irritable-bowel-syndrome.html
12 Estimating the contribution of acute gastroenteritis to the overall prevalence of irritable bowel syndrome.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22523730
13 Methanobrevibacter smithii is the predominant methanogen in patients with constipation-predominant IBS and methane on breath.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22573345

14 Lovastatin lactone may improve irritable bowel syndrome with constipation (IBS-C) by inhibiting enzymes in the archaeal methanogenesis pathway.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27347377.3

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The North American Consensus (2017): Hydrogen and Methane-Based Breath Testing in Gastrointestinal Disorders
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Dr. Siebeckers Behandlungsschema (Mai 2018)
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